Architekturwettbewerb

"Rathausterrassen Weilburg"
Neubau eines zentralen Einkaufszentrums mit Arztpraxen und Wohnungen an Stelle des Parkdecks am Rathaus

Gegenstand des Wettbewerbs war die Vorplanung der Hochbaumaßnahme der „Rathausterrassen“ in Weilburg. Das Projekt umfasst die Hanglage des heutigen Parkdecks am Rathaus sowie ein vorgelagertes Grundstück an der Lahn ebenso wie die Einbeziehung der angrenzenden Flächen in die planerischen Überlegungen. Das vorhandene Parkdeck „Am Rathaus“ soll abgebrochen und das Grundstück mit einer Einkaufsgalerie mit Arztpraxen und Wohnungen, einschließlich der hieraus notwendigen Stellplätze bebaut werden. Die Stadt Weilburg und der Grundstückserwerber hatten sich im September 2008 zu einer Auslobung eines mit insgesamt 70.000 EUR dotierten Architekturwettbewerbs entschieden, um geeignete Lösungsansätze zu finden. Die NH ProjektStadt unter Projektleitung von Ruth Kugelstadt-Braun war mit der Organisation und Abwicklung des umfangreichen Wettbewerbs beauftragt, zu dem nach einer Vorprüfung 15 renommierte Architekturbüros zugelassen wurden. Der Wettbewerb endete am 02. März 2009 mit dem Preisgericht, die Preisverleihung fand am 10. März in der Stadthalle in Weilburg statt. Die Wettbewerbsbeiträge waren dort auch für die Öffentlichkeit bis zum 12. März ausgestellt.

Dem Preisgericht gehörten an: Prof. Thomas Dilger (TU Darmstadt), Prof. Anett-Maud Joppien (TU Wuppertal), Manfred Michel (Landrat Limburg-Weilburg), Bürgermeister Hans-Peter Schick (Weilburg) und Stefan Hastrich (Kreissparkasse Weilburg), sowie Dr. Christoph Mohr (Landesamt für Denkmalpflege) als sachverständiger Berater ohne Stimmrecht. Vorprüfer waren Ruth Kugelstadt-Braun (NH Projektstadt) und Udo Meckel (Meckel Architekten/Sachverständige).

Das "Stadtbild" Weilburgs ist geprägt von der Altstadt, dem Schloss, den Schlossgärten, den Terrassen und ihren Stützmauern, die hoch über der Lahn liegen sowie von einer reichhaltigen Dachlandschaft, die die besondere Silhouette Weilburgs ausmachen. Das Grundstück befindet sich am Rande der Altstadt entlang der Mauerstraße, die in diesem Abschnitt keinerlei Hochbauten vorweist und einen Blick auf die Lahnaue und die dahinter liegenden Hänge des Weiltales der Lahnschleife bietet. Das Wettbewerbsergebnis soll eine überzeugende Antwort für eine Bebauung an der Mauerstraße abbilden, die einerseits durch die geschlossene, zum Teil barocke Straßenfront auf der einen Straßenseite geprägt ist und die andererseits durch den Blick von der Mauerstraße auf das Lahntal und die gegenüberliegenden bewaldeten Hänge des Lahnufers gekennzeichnet ist.

Die Arbeiten der 13 Architekturbüros, die das Preisgericht begutachtet hat,  werden im Folgenden ausführlich vorgestellt. Hinter dem Namen sind die entsprechenden PDF-Dokumente hinterlegt.

Nachfolgend die Rangfolge der drei Preisträger, sowie die weiteren Teilnehmer alphabetisch sortiert:

1. Preis:  KSP Engel&Zimmermann, Frankfurt am Main
2. Preis:  ACME, London
3. Preis:  Hascher&Jehle, Berlin

undefinedATP, Innsbruck
undefinedBlocher&Blocher, Stuttgart
undefinedHeld&Partner, Siegen
undefinedJourdan&Müller PAS, Frankfurt am Main
undefinedKohl&Fromme, Duisburg
undefinedKramm&Strigl, Darmstadt
undefinedKresing Architekten, Münster
undefinedKühnl&Schmidt, Karlsruhe
undefinedMichelgroup, Ulm
undefinedSzyszkowitz&Kowalski, Graz

undefinedTeilnehmerliste

Das Protokoll der Preisgerichtssitzung vom 02.03.2009 finden Sie hier.