11.03.2010 16:53

Europa im Blick

Direkt neben dem zukünftigen Standort der EZB nimmt das Wohn- und Geschäftsgebäude Mainbow Formen an

Rund 350 Wohnungen hat die Nassauische Heimstätte mit ihren Entwicklern der NH ProjektStadt zurzeit in Frankfurt in Planung beziehungsweise in der konkreten Umsetzung. Gestern präsentierte sie das Projekt „Mainbow“ in der Horst-Schulmann-Straße im Frankfurter Ostend. Das Wohn- und Geschäftsgebäude in exponierter Lage, dessen Rohbau fertig gestellt ist, soll im Spätsommer seinen Abschluss finden. Vermarktet werden die Eigentumswohnungen von NAI apollo living.

In direkter Nachbarschaft zur künftigen Europäischen Zentralbank entsteht zurzeit das letzte große Bauvorhaben im prosperierenden Frankfurter Ostend: Mainbow, das sechs- bzw. siebenstöckige Wohn- und Geschäftsgebäude Horst-Schulmann-Straße 1-9. Grundlage für das Projekt war das gemeinsame Konzept von NH ProjektStadt unter Leitung von Professor Thomas Dilger, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, und dem Architekturbüro Dietz Joppien, das 2007 den Gestaltungs- und Investoren-Wettbewerb der Stadt Frankfurt für diesen Standort gewonnen hatte. Die Partner konzipierten auf 3.820 Quadratmeter Grundstücksfläche einen ausgefallenen Komplex mit umfangreichen Wohn- und Gewerbeflächen. „Das Frankfurter Ostend durchläuft seit Jahren eine rasante Entwicklung von einem gewerblich-industriell geprägten Gebiet zu einem attraktiven Stadtquartier und wir nehmen gerne an diesem Entwicklungsprozess teil“, so Dilger. Allerdings sei der Standort auch eine große städtebauliche Herausforderung gewesen. „Die direkte Nachbarschaft zur EZB und seine Lage am Main machten dieses Grundstück besonders reizvoll und stellten an seine städtebauliche sowie architektonische Gestaltung einen hohen Anspruch. Gefordert war ein Baukörper, der sich harmonisch in die vorhandene Stadtarchitektur der Umgebung einfügt und ein lebendiges sowie gestalterisch ansprechendes Gegenüber zu seinem prominenten Nachbarn bildet. Ich meine, das ist uns gut gelungen.“

Architektonische Hommage an Elsässers Großmarkthalle
Die direkte Nachbarschaft zur ehemaligen Großmarkthalle haben die Architekten inspiriert zu einer Hommage an Martin Elsässer in moderner Formensprache. Es werden Bezüge aufgenommen, angefangen von der Gebäudeposition der Großmarkthallenbauten, über die Materialien bis zur Art der Fensteröffnungen. Das Material der geschlossenen Flächen ist der für die Umgebung charakteristische Klinker, der der Außenhaut Tiefe und Stabilität verleiht. Die deutlich lesbaren Balkone und verglasten Loggien vermitteln in diesem Kontext eine räumliche Tiefe und Schichtung der Fassade. Gleichzeitig übernimmt der Bau eine Vermittlungsfunktion zwischen den Punkthäusern der Nachbarschaft aus den letzten Jahren, dem gründerzeitlichen Stadtgrundriss und den Marktgebäuden aus den 20er Jahren. Er besteht eigentlich aus drei Gebäuden, die auf einem Sockel stehen, Das mittlere „längste“ Gebäude ist sechsstöckig, die beiden Flankengebäude sind siebenstöckig angelegt. Die Gestaltung des spannungsvoll gekrümmten Baukörpers folgt der Leitidee einer skulpturalen Komposition, die mit signifikanten Gebäudeeinschnitten eine maßstäbliche Gliederung der Baumasse und einen räumlich erfahrbaren Bezug zur städtebaulich dominanten Großmarkthalle erreicht. Im Erdgeschoss entsteht durch deutlich ausgeprägte Rücksprünge des Gebäudes eine spannungsvolle, den gewerblich genutzten Einheiten vor gelagerte räumliche Abfolge. Durch die Höhenlage auf dem Dach der Tiefgarage liegt der einer flachen Düne mit leichten Modellierungen nachempfundene Freiraum wie eine Oase abseits vom Durchgangsverkehr. Diese ungewöhnliche Freiflächen-Gestaltung ergänzt die Bebauung und bietet einen zusätzlichen Freizeitwert.

Gehobene Ausstattung entspricht der Toplage
Im Erdgeschoss sind Laden- und Gastronomie-Flächen, in den oberen Stockwerken insgesamt 48 Wohneinheiten vorgesehen – Nutzfläche insgesamt ca. 6.300 Quadratmeter. Der Wohnungsmix enthält 13 2-Zimmer-Wohnungen, zehn 3-Zimmer-Wohnungen, 24 4-Zimmer-Wohnungen sowie eine 5-Zimmer-Maisonette-Wohnung. Die Verkaufspreise sind der Toplage und der Ausstattung angemessen. Die großzügigen und abwechslungsreichen Wohnungszuschnitte reichen von rund 70 bis zu 177 Quadratmetern. Zur gehobenen Ausstattung gehören unter anderem vollverglaste Loggien, Tageslichtbäder mit hochwertiger Sanitärausstattung, Fußbodenheizung mit Einzelraumregelung, eine Lüftungsanlage, Eicheparkett und eine Video-Gegensprechanlage. Das Gebäude ist über insgesamt fünf Aufzüge barrierefrei erschlossen. In der Tiefgarage stehen 68 Stellplätze für Pkw zur Verfügung. Das Gebäude wird im förderfähigen KfW-Effizienzhaus-85-Standard errichtet. Die Energieeinsparung wird durch eine optimierte Fassade und optimierte Fenster erreicht. Das Gebäude wird umweltfreundlich mit Fernwärme der Mainova beheizt.

Baubeginn war im November 2008, die Fertigstellung ist für den kommenden Spätsommer geplant. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 24 Millionen Euro. Informationen und Kontaktdaten stehen im Internet unter www.mainbow.de bereit.