12.12.2011 14:09

Viel Prominenz beim Spatenstich zur Bahnhofsumgestaltung

Im Ortsteil Neudietendorf entsteht ein Areal mit viel Aufenthaltsqualität / Erster Bauabschnitt eines dreijährigen Bauprojekts startete am 6. Dezember

Spatenstich am 6. Dezember 2011 am Bahnhof Neudietendorf mit (v.l.n.r.) dem Landtagsabgeordneten Jörg Kellner, Staatssekretärin Dr. Maria Eich-Born, Thomas Grewing (Nahverkehrsgesellschaft Thüringen), Torsten Wilson Deutschen Bahn AG) sowie Bürgermeister Christian Jacob

Neudietendorf ist der größte Ortsteil der Gemeinde Nesse-Apfelstädt. Die thüringische Kommune im Landkreis Gotha startete Anfang der 90er Jahre mit der Stadtsanierung. Seit fast zehn Jahren als Sanierungsträger an ihrer Seite: Die Wohnstadt bzw. NH ProjektStadt. Neuestes Projekt: die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes.

Den offiziellen Startschuss setzte Bürgermeister Christian Jacob beim Spatenstich am 6. Dezember mit viel prominenter Unterstützung aus dem Freistaat Thüringen. Aus dem Landesministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr hatte sich Staatssekretärin Dr. Maria Eich-Born den Termin dieses wichtigen Infrastrukturprojektes nicht entgehen lassen, das zum größten Teil aus Landesmitteln finanziert wird. Beeindruckt zeigte sich auch der Landtagsabgeordnete Jörg Kellner. Als Vertreter der Verkehrsträger nahmen Torsten Wilson für den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Thüringen sowie der zuständige Abteilungsleiter der Nahverkehrsgesellschaft Thüringen, Thomas Grewing, am Spatenstich teil. Der erste Bauabschnitt startete mit dem Abbruch eines leer stehenden Gebäudes. Später werden Kabel und Leitungen für den Betrieb des Schienenverkehrs verlegt, parallel alte Fundamente enttrümmert, Altlasten entsorgt, das Gelände gerodet und anschließend soweit nötig modelliert.

Mehr Attraktivität rund um den Bahnhof
Das Umfeld des Bahnhofs entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Daher wollen die Kommune, die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen, das Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, das Landesverwaltungsamt sowie die Deutsche Bahn AG den Gebäudekomplex und die ihn umgebenden Bereiche schnellstens erneuern und ansprechender gestalten. Für die Bevölkerung vor Ort, Gäste, Pendler und alle sonstigen Reisenden soll der Bahnhof wieder zum attraktiven Zentrum werden. Wichtige Bausteine auf diesem Weg: eine bessere Erreichbarkeit des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und Vernetzung zwischen Bus und Bahn, mehr Pkw-Stellplätze rund um den Bahnhof und eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität für Passanten auf dem Vorplatz und im angrenzenden Straßenraum.

Neue Perspektiven für ein zentrales Areal
Übergeordnetes Ziel ist es, eine neue Perspektive für dieses zentrale Areal zu finden. Parallel gilt es, zahlreiche Probleme zu lösen – wie beispielsweise Neukoordination des Verkehrsflusses, Leerstand von Gebäuden sowie deren Verfall. Ferner müssen gestalterische und funktionale Mängel behoben und auch eine sinnvolle Anbindung an die Bahnhofstraße und den Ortskern gewährleistet werden.

Wichtige Aktivitäten in der Planung sind daher: Schaffung von Langzeit- sowie Kurzzeit-Stellplätzen für Pkw, Verlegung der Fahrrad-Stellplätze (Entflechtung von Rad- und Pkw-Verkehr), Erstellen einer leistungsfähigen Zufahrt und Änderung der Verkehrsführung. Letzteres bedeutet: Umbau und Neuanschluss der Bahnhofsstraße. Hinzu kommt die Umgestaltung des Empfangsgebäudes und Bahnhofsvorplatzes – inklusive Schaffung von Unterstellmöglichkeiten sowie eines Imbiss mit WC. Ferner werden Gehwege angelegt und die Freiflächen mit Bäumen, Hecken und Blumen bepflanzt. All diese Initiativen dienen dazu, dem Vorplatz mehr Attraktivität zu verleihen, so dass er zukünftig die Menschen verstärkt zum Verweilen einlädt. Voraussetzung für den Erfolg ist die Verfügbarkeit der notwendigen Flächen und Gebäude. Diese will die Gemeinde in den nächsten Wochen von der DB AG erwerben.

Der Bauherr und Auftraggeber des Projektes ist die Gemeinde Nesse-Apfelstädt. Die NH ProjektStadt plant nicht nur die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes, sie ist auch für die Projektsteuerung des gesamten Vorhabens verantwortlich, ebenso wie für die einleitende Studie und die Verkehrsermittlung. Die Gesamtinvestitionssumme in Höhe von rund zwei Millionen Euro wird finanziert aus dem ÖPNV-Investitionsprogramm und Eigenmitteln der Gemeinde.